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Das
leisten private Krankenversicherungen
Unser
"Gesundheits"-System
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Unser
"Gesundheits"-System
Warum unser Gesundheitssystem mit den gesetzlichen
Krankenversicherungen Krankheit fördert und die Kosten in die
Höhe treibt
Ich möchte dies erklären, indem
ich einen anderen Lebensbereich in der nachfolgenden Geschichte
so organisiere, dass er unserem Gesundheitssystem entspricht: den
Fahrradmechaniker.
Versicherungspflicht - die Menschen möchten etwas von ihrem einbezahlten Geld
Sicherlich werden Sie mir zustimmen, dass das Fahrrad etwas ist, was fast jeder braucht und benützt.
Nun stellen Sie sich vor, dass Sie gezwungen werden, monatlich einen bestimmten Betrag in eine gesetzlich
vorgeschriebene
Versicherung einzubezahlen, die im Falle von Schäden, Wartung und notwendigen Reparaturen die anfallenden
Kosten übernimmt. (Befreit wären Sie von dieser Versicherungspflicht nur, wenn Sie sehr viel Geld verdienen
würden, denn dann könnten Sie sich diese Reparaturen sicherlich selbst leisten.)
Sie wären nicht erfreut, davon kann man ausgehen - aber Sie würden das Beste daraus machen: Sie würden
bei dem kleinsten Kratzer die Versicherung in Anspruch nehmen, würden bei geringen Verschleißerscheinungen
auf Ersatz drängen.
Verschleierte Kosten - Boom in der Branche
Doch damit nicht genug: Sie würden nie erfahren, wie viel das Ganze gekostet hat. Und es kommt noch besser:
Auch die Versicherung würde dies nie erfahren. Denn zwischen Sie, den Mechaniker und die Versicherung hat
sich eine Abrechnungsgesellschaft geschaltet: die Kassenfahrradmechanische Vereinigung. Diese sammelt die
Kosten aller angeschlossenen Fahrradmechaniker und gibt sie an die Versicherung weiter. Ein Schuft, wer glaubt,
dass es hier bei all den Tausenden Fahrradmechanikern nicht den einen oder anderen gäbe, der ein wenig mehr
oder andere, teurere Dinge abrechnet, als eigentlich passiert ist...
Selbst redliche Fahrradmechaniker würden zu den am besten bezahlten Menschen unserer Gesellschaft gehören,
und immer mehr Schulabgänger würden sich überlegen, diesen Beruf einzuschlagen.
Schaffen eines Elitebewusstseins - Einfache Zusammenhänge verkomplizieren
Die Fahrrad-Mechaniker-Branche würde boomen. Damit nicht alle jungen Männer und Mädels Fahrradmechaniker
lernen wollten, würde ein Numerus Clausus eingeführt, denn man müsste das Fach neuerdings studieren. Der
Numerus Clausus würde zwar nichts über die handwerkliche Begabung aussagen, aber zumindest den nahezu
ungebremsten Zustrom von jungen Menschen, die dieses Fach studieren möchten, selektieren.
Damit eine weitere Hürde aufgebaut wird (denn sonst könnten Menschen ja auf die Idee kommen, selbst ihr
Fahrrad zu reparieren), würde ein komplizierter Fachjargon eingeführt werden. So wird die Kette zum "catenum",
das Öl zum "Fluidum", und auch höchst einfache Zusammenhänge würde der Fahrradmechaniker so formulieren, dass
sie keiner mehr versteht.
Alternative Sichtweisen - und deren Kontrolle
Trotzdem gäbe es immer mehr Menschen, die frecherweise behaupten würden, man könne Kette, Ritzel und andere
Bauteile des Fahrrades nicht getrennt sehen - das Fehlen von Öl würde auch auf die Lager negative Auswirkungen
haben, und eine ausgeleierte Kette würde auch den Ritzeln und Kettenblättern nicht gut tun. Ja, diese Menschen
behaupten sogar, das ganze System würde dem gesunden Menschenverstand gehorchen, und jeder könne selbst dafür
sorgen, dass sein Fahrrad lange in bestem Zustand bliebe, und wenn doch mal etwas zu reparieren sei, so sei
dies in vielen Fällen schonend und ohne Ausbau von Teilen zu erledigen. Solche Menschen
bieten neuerdings ihre Dienste an, eine so genannte "ganzheitliche" Reparatur. Um diesen Wildwuchs einzudämmen,
müssen diese Menschen neuerdings eine Prüfung ablegen; in der Prüfungskommission sitzen vor allem traditionelle
Fahrradmechaniker. Um die Prüfung zu bestehen, muss die "ganzheitlich" arbeitende Konkurrenz vor allem die
Dogmen und Vorgehensweisen
beherrschen, die die traditionell arbeitenden Fahrradmechaniker schon im Studium
eingebleut bekommen.
Die drohende Zukunft - eine zwangsversicherte Gesellschaft
Durch die scheinbare Komplexität des Themas werden sich schließlich fast alle Menschen einer Versicherung
anschließen. Private Versicherungsgesellschaften erkennen ihre Chance, und bieten Alternativen zu der gesetzlichen
Fahrradreparaturversicherung an. Zwar gibt es in neuerer Zeit Bestrebungen, alle Menschen in die gesetzliche
Versicherung zu zwingen, aber die Macht der Versicherungskonzerne verhindert dies. Ob es zu verhindern ist, dass
für die noch unbekannte Anzahl von Menschen, die sich gar keiner Versicherung angeschlossen haben, auch eine
Versicherungspflicht eintritt, ist noch offen...
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